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von David L. Watson am 02.02.2008
Angemessenes Evangelisieren ist eine Kombination aus der Botschaft der Bibel und dem Leben eines Gläubigen, dass durch den Gehorsam ein Zeugnis für die verändernde Kraft der frohen Botschaft von Jesus Christus ist. Viele Evangelisationstechniken haben nur einen Aspekt der Evangelisation im Fokus - das persönliche Zeugnis oder das Zeugnis der Bibel. Angemessene Evangelisation berücksichtigt das Zeugnis der Bibel und das lebendige Zeugnis eines veränderten Lebens. Angemessene Evangelisation ist einfühlsam für die Weltsicht bzw. die Kultur der Hörer bzw. der Beobachter und beantwortet in einer liebevollen Art jegliche Fragen, die aus der Weltsicht und den kulturellen Barrieren entstehen können.
Angemessenes Evangelisieren ist ein in jeder Situation einzigartiger Beziehungsprozess. Es ist keine immer anwendbare Methode, sondern ein absichtlicher Aufbau einer Beziehung, auch auf geistlicher Ebene. Du kennst keine Person wirklich, bis du nicht ihr geistliches Leben kennst. Angemessenes Evangelisieren hat etwas mit Freundschaft, Fürsorge und Dienst zu tun und schließt das Ausleben der guten Nachricht ebenso ein, wie das offene Reden von dem Evangelium ohne sich entschuldigen zu müssen.
Angemessenes Evangelisieren beginnt mit einem Jünger, der den Herrn von ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Geist und mit all seiner Kraft liebt. Ein Jünger, der begeistert ist von Christus; der eine ewige und beständige Hingabe zum Herrn lebt; der einen bedachten Lebensstil hat, der ein Beispiel für die verändernde Macht von Christus ist; und der ein veränderndes Leben durch den Dienst an anderen um ihn herum zeigt. So ein Jünger ist dem Wort Gottes gehorsam, in der Öffentlichkeit und im Privaten durchweg und offensichtlich geistlich, und er liebt die Menschen.
Verwechsele nicht Geistlich-Sein mit Religion. Beim Geistlich-Sein geht es um eine Beziehung zu Gott die persönlich, ehrlich und offen ist. Es geht darum Christus in allen Dingen zu folgen. Beim Geistlich-Sein geht es darum danach zu streben, gehorsam zu sein ungeachtet der Situation oder der Umstände, in denen man sich befindet. Beim Geistlich-Sein geht es darum sogar dann gehorsam zu sein, wenn die Konsequenzen nicht vorteilhaft sind. Beim geistlich-sein geht es um eine Liebe zu Christus, die alles in dir zu einem Besseren verändert. Geistlich-sein ist ein Prozess des Werdens, nicht ein Ziel. Beim Geistlich-Sein geht es nicht ums Perfekt-Sein; es geht um das Streben so zu sein wie Christus.
Religion ist eine öffentliche Ausdrucksform von Geistlich-Sein, die man sich ausgesucht hat. Sie schließt Anbetung, eine öffentliche Identifikation mit Gleichgesinnten und Wege mit ein, auf denen Einzelne ihre Möglichkeiten vereinen können um einen größeren Einfluss auf die Gemeinschaft zu haben. Einer Religion kann man beitreten. Geistlich-Sein ist etwas, das du bist. Du kannst Religion vortäuschen, unerträglich religiös werden. Die meisten unerträglich religiösen Leute sind welche, die etwas vortäuschen, auch bekannt als Heuchler. Du kannst einer Religion beitreten ohne geistlich zu sein, oder indem du Geistlich-Sein vortäuscht. Du kannst Geistlich-Sein aber nicht sehr lange vortäuschen, außer du grenzt dich von Leuten ab, verweigerst ihnen den Zutritt zu deinem privaten Leben und deinen Gedanken. Eine geistliche Person lädt andere ein, sie in ihrem privaten ebenso wie in ihrem Leben in der Öffentlichkeit kennenzulernen. Privates und öffentliches Leben stimmen überein.
Für eine geistliche Person geht es beim Evangelisieren nicht darum, andere zur zur eigenen Religion zu bekehren. Beim angemessenen Evangelisieren geht es um Beziehungen, die gebend, fürsorglich und real sind. Es beginnt mit dem Dienst - der Begegnung von Bedürfnissen. Es setzt sich fort in Freundschaften - einander und seine Familien kennenzulernen. Es geht damit weiter , dass man in sein eigenes geistliches Leben und seinem inneren Sein hineinschauen lässt. Wenn geistliche Gespräche entstehen, wird das Wort Gottes zielgerichtet weitergegeben, um Gottes Wesen, das Wesen der Menschen und das Angebot der Errettung offensichtlich zu machen. Wenn möglich, sollte das Ganze in einem regelmäßigen Bibelstudium an der Öffentlichkeit mit dem Freund und seiner/ihrer Familie gemacht werden.
Das Entdecker-Bibel-Studium gibt deinen Freunden absichtlich ausgewählte Passagen und Erzählungen aus der Bibel zum Nachdenken. Du brauchst sie nicht zu „lehren“. Du lässt sie einfach dem Wort Gottes zuhören oder es lesen und fragst sie, was uns dies über Gott, Menschen, die Beziehung der Menschen zu Gott, usw. sagt. Es ist wichtig, dass du nicht lehrst, sondern Fragen stellst, die es deinen Freunden erlauben, selbst Gott zu entdecken, der sie liebt, eine Beziehung mit ihnen möchte und einen Weg ermöglicht hat, wie diese Beziehung entstehen kann.
Ein Entdecker-Bibel-Studium muss nicht lang und auch kein Treffen sein. Du kannst auch täglich deinen Freunden, Arbeitskollegen oder Klassenkameraden sagen: „Ich habe heute etwas Interessantes über Gott gelernt.“ Warte darauf, dass sie fragen, was du gelernt hast. Das gibt dir die Erlaubnis dich mitzuteilen. Dann zitiere oder lies ihnen den Abschnitt vor. Gib nicht deine Meinung wieder. Frag sie, was sie denken, was der Abschnitt bedeutet. Lass es ein Gesprächsthema werden.
Wenn Gott in diesen Situationen am Werk ist, wirst du im Verlauf von Monaten Stunden von geistlichen Gesprächen mit deinen Freunden verbringen. Kurze Unterhaltungen auf Fluren oder nebenbei werden zu halb-formellen Bibelstudien. Der Heilige Geist wird sein Wort gebrauchen und den Veränderungsprozess an einer Person vom Gott-Nicht-Kennen zum Gott-Durch-Jesus-Christus-Lieben beginnen, den einzigen Weg zu einer Beziehung mit dem Schöpfer.
Angemessenes Evangelisieren ist keine Methode. Es ist ein Lebensstil. Es geht darum echt zu sein. Es geht darum sich wirklich um Menschen zu kümmern. Es geht ums gehorsam Sein. Es geht darum unsere Welt zu verändern. |