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Grundlagen der Gemeindegründung – Dienst PDF Drucken E-Mail

von David L. Watson am 21.01.2008

Dienst bedeutet den Bedürfnissen der Leute innerhalb und außerhalb der Gemeinde zu begegnen. Es ist unser Dienst aneinander - als Christen, der unsere Liebe zueinander den Nichtchristen sichtbar macht. Es ist unser Dienst jedem gegenüber, der uns die Tür öffnet, unseren Glauben und das Evangelium mit denen zu teilen, die Christus noch nicht als ihren persönlichen Retter kennen.

Ohne den geistlichen Dienst gibt es keinen Beweis dafür, dass das Christ-Sein anders ist als kein Christ zu sein. Es sind unsere Taten, die unseren Glauben demonstrieren. Es sind unsere Taten, die die verlorene Welt richten. Unsere Taten sind für gewöhnlich der erste Kontakt, den Ungläubige mit Christen haben. Es ist zwingend notwendig - wenn wir Gemeindegründungen erleben wollen - dass verlorene Menschen sehen, wie wir einander aufrichtig unseren Bedürfnissen begegnen. Genauso wie wir den Bedürfnissen der Gesellschaft begegnen, in der wir leben und/oder dienen.

Als Jesus die Jünger aussendete, beauftragte er sie die Kranken zu heilen, die Toten aufzuerwecken, böse Geister auszutreiben und vom Reich Gottes weiterzuerzählen. (Siehe Mt. 10, Lk. 9 und Lk. 10). Dadurch, dass die Jünger den Bedürfnissen der Menschen begegnete, erhielten sie Zugang zu ihrer Gemeinschaft um ihnen vom Reich Gottes erzählen zu können.

Kürzlich gab es ein Treffen von afrikanischen Gemeindegründern, bei dem einer die Geschichte von einem Gemeindegründer erzählte, der einem Dorf einen Esel zur Verfügung gestellt hat, um für die Frauen das Wasser aus einem Fluss heraufzubringen. Noch nie hatte jemand dies getan und es war für die Frauen eine große Hilfe, die bisher die Wasserbehälter auf ihren Köpfen den steilen Hügel zu ihrem Dorf hinaufgehen mussten. Die Hilfe führte zu der Frage nach dem „Warum?“. Die Antworten auf das „Warum?“ führten zu Gesprächen über Gott, was wiederum dazu führte, dass eine Familie zu Gott gefunden hat und eine Gemeinde gegründet wurde.

Ein Freund von mir bemerkte einmal, dass wenn wir an einem Haus in unserer Gemeinschaft vorbeifahren, das ein kaputtes Fenster oder ein undichtes Dach hat, und wir es nicht reparieren, wären wir keine Christen. Er fuhr fort zu sagen, dass die Begegnung von individuellen und gemeinschaftlichen Bedürfnissen unsere Gemeinschaft zu Christus hin verändern würde. Wenn es uns persönlich möglich ist, sollten wir diesen Weg auch einschlagen. Wenn das Projekt für uns alleine nicht zu schaffen ist, sollten wir Gruppen bilden, um den Bedürfnissen zu begegnen. Das reduziert den finanziellen und/oder zeitlichen Aufwand jedes Einzelnen.

Ich hatte in meinem Umfeld eine Frau, die - um ihr zu helfen - mehr Zeit brauchte, als ich ihr persönlich geben konnte. Ich konnte vier andere Familien zu finden, um mich im Dienst an dieser Frau zu unterstützen. So konnte Ihren Bedürfnissen begegnet werden. Sie kam zum Glauben und ihre Familie folgte ihr bald in die Gemeinde.

Als Gemeindegründer sehen wir immer die Verlorenheit. Aber, um der Verlorenheit entgegenzutreten, müssen wir zügig die Bedürfnisse der Gemeinschaft angehen und ihnen begegnen. Wenn wir das tun, treffen wir Leute und haben die Möglichkeit sie in intensive geistliche Gespräche zu involvieren, die zum Bibelstudium in der Familie führen können. Dieses Entdecker-Bibel-Studium bringt Familien von Angesicht zu Angesicht zu ihrem Schöpfer und ihrem Bedürfnis nach Errettung. Jesus kommt in den Blickpunkt, Familien kommen zu ihm, werden getauft und eine neue Gemeinde ist gegründet.

Dienst an einander zeigt Nichtgläubigen, dass wir auf eine gute Art und Weise anders sind. Dienst an der Gesellschaft zeigt, dass wir ein Teil von ihr sind und dass uns unsere Nachbarn wichtig sind. Dienst an den Verlorenen öffnet einen wichtigen Zugang. Wir können uns mitteilen, wer wir in Christus sind und ihnen die Möglichkeit zur Entscheidung geben, sich uns anzuschließen mit Jesus zu leben.

Dienst ist notwendig um zu beweisen, dass wir Christen sind. Dienst ist notwendig um Zugang zu Familien zu erhalten, um mit ihnen das Evangelium zu bringen. Dienst ist notwendig um Einzelne, Familien und Gemeinschaften zu verändern. Dienst ist der Teil des Evangeliums, der Verlorene am lautesten anspricht. Es ist Gottes Wort und unser Zeugnis vom Wort, das den Dienst unterstreicht, Verständnis bringt und den Verlorenen Möglichkeiten bietet von Christus gefunden zu werden.

Dienst ohne das Wort ist unvollständig. Das Wort ohne den Dienst ist Ungehorsam.