promo
Grundlagen der Gemeindegründung: Vier Wege Gemeindegründung zum Erliegen zu bringen PDF Drucken E-Mail

von David L. Watson am 21.12.2008

  1. Das Schaffen einer „Komm zu“ anstatt einer „Geh zu“ Atmosphäre
    • Viele Gemeindegründungen beginnen damit, dass man in eine neue Ortschaft geht, aber dann ein neues Gebäude errichtet, damit Leute hinkommen können, anstatt dass diese Menschen Gott oder Gemeinschaft, oder..... (Sie können das selbst vervollständigen) finden. Das „Gehet hin“ hört solange nicht auf, bis wir in die Häuser gehen, Menschen, Familien und ganze Gesellschaften sich verändern. Siehe auch Matthäus 10, Lukas 9 und Lukas 10.
  2. Bekehrte machen anstatt Jünger zu machen
    • Die meisten Gemeinden sind damit beschäftigt, Menschen davon zu überzeugen, das zu glauben, was sie selbst glauben und die der Gemeinde eigene Lehre anzunehmen – also Bekehrte zu machen. Ein Jünger ist jemand, der so glaubt, wie Jesus glaubte und sein Leben gibt, um so wie Jesus zu leben und anderen zu helfen, Jesus zu finden und so zu werden wie Er. Bei Bekehrten geht es eher um die Gemeindeprägung oder Denomination. Bei Jüngern geht es darum wie man dem Meister gehorsam folgen kann, egal welche Konsequenzen das nach sich zieht. Niemand will unsere Religion, oder unsere Gottesdienstform, oder unsere Lehren. Fast alle wollen Nachfolger Gottes sein, ein Jünger Jesu ohne den ganzen Ballast, den wir in der modernen Kirche hinzugefügt haben. Ja, einige werden zu unseren Gemeinden kommen. Aber was ist mit den 80-90%, die nie die Türschwelle einer herkömmlichen Gemeinde übertreten werden? Sie werden sich weigern, unsere Bekehrten zu werden. Aber sie wollen vielleicht Jünger des Schöpfers des Universums werden!
  3. Große Gemeinden haben zu wollen anstatt neue Gemeinden zu gründen
    • Oft werde ich gebeten, Gemeinden zu beraten, die eine neue Arbeit beginnen wollen. Die erste Frage, die ich dann stelle, lautet: „Wollt Ihr Eure Gemeinde vergrößern oder wollt Ihr die Gesellschaft für Christus gewinnen?“ Viele Menschen glauben, das sei dasselbe. Doch dem ist nicht so. Eine große Gemeinde zu bekommen, bedeutet, dass man mehr Menschen dazu bringt, in diese Gemeinde zu kommen. Die Realität aber ist, dass keine einzelne Gemeinde auch nur einem Bruchteil der Gesellschaft entspricht. Gemeinden haben Persönlichkeiten und diese Persönlichkeiten passen nur mit einigen wenigen zusammen. Wenn Sie also damit beginnen, Ihre Gemeinde einfach nur vergrößern zu wollen, dann gibt es eine Grenze dafür, wie viele Menschen erreicht werden können, einfach deshalb, weil die meisten Menschen Null Interesse an dieser Gemeinde haben.
    • Andererseits, wenn Sie damit beginnen, eine Gesellschaft erreichen zu wollen, egal ob oder ob nicht die Neugläubigen dann zu irgendeiner bestimmten Gemeinde kommen werden, dann werden viele Gemeinden mit genau den richtigen Persönlichkeiten für neue Gläubige entstehen. Während alle diese neue Gruppen begonnen werden, wird eine Katalysatorgemeinde oder mehrere Gemeinden entstehen.
    • Man kann eine Gesellschaft nicht erreichen, indem man seine Gemeinde vergrößern will. Aber, wenn man die Gesellschaft mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln erreicht, dann wird die Gemeinde, die das tut, wachsen.
  4. alles Mögliche zu lehren, anstatt Gehorsam allen Geboten Christi gegenüber zu lehren
    • Eine der am häufigsten falsch zitierten und falsch verstandenen Bibelstellen ist Matthäus 28 18-20. Fragen Sie die Leute, was diese Bibelstelle darüber aussagt, was wir lehren sollen. Ich glaube, Sie werden erstaunt sein, wie viele Leute nicht sagen werden „zu gehorchen“. Die meisten unserer Kirchen und unserer Lehren handeln davon wie wir Tatsachen und Wissen über die Bibel lehren können, oder Theologie oder Lehre, oder unsere eigene spezielle Gemeindesicht.
    • Wir werden keine deutlich erkennbare Gemeindegründung bekommen bis wir nicht bereit sind alle Menschen zu lehren, allen Geboten Jesu Christi, unserem Schöpfer und Gott zu gehorchen. Wie lehrt man Gehorsam? Indem man fortwährend gehorsam ist und zwar in seinem Privatleben als auch in seinem öffentlichen Leben, mit Worten und Gedanken. Gehorsam kann nur durch ein gehorsames Leben gelehrt werden, das die Entscheidungen des täglichen Lebens von den Prinzipien des Wortes Gottes ableitet, ohne Rücksicht auf die möglichen Konsequenzen. Ein Glaubensleben ist ein gehorsames Leben in allen Lebenssituationen und Umständen, egal, was die Konsequenzen des Gehorsams auch sein mögen.

Der Missionsbefehl besteht aus vier Teilbefehlen. Wenn auch nur einem dieser Befehle nicht Gehorsam geleistet wird, dann ist der Missionsbefehl nicht ausgeführt und wird auch nicht die Frucht hervorbringen, die Gott beabsichtigt hat – gehorsame Jünger und gehorsame Gemeinden.

Matthäus 28,16-20:

16 Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus für die Begegnung mit ihnen bestimmt hatte. 17 Bei seinem Anblick warfen sie sich vor ihm nieder; allerdings hatten einige noch Zweifel. 18 Jesus trat auf sie zu und sagte: »Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. 19 Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.«