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Eine Einladung, zu Hause zu bleiben PDF Drucken E-Mail
03.09.2007 - David Watson

Ich wette, Ihr habt gedacht, dass dieser Artikel von Hausgemeinden handelt. Aber das stimmt nicht. Er handelt von geistlichem Kampf im christlichen Kontext und wie dieser die Heranbildung neuer Leiter beeinträchtigt.

Ich bilde Gemeindegründer und die Trainer von Gemeindegründern aus. Mein Ruf und meine Arbeit haben mich in der ganzen Welt herumgebracht. In den letzten 25 Jahren habe ich mehr als 30 000 Leiter in mehr als 125 Ländern ausgebildet. Diese Leiter und ihre Teams haben mehr als 40 000 Gemeinden gegründet und Millionen von Gläubigen getauft, vor allem in Ländern der Erde, in denen es strikte Beschränkungen gibt und die dem Evangelium Jesu Christi widerstehen.

Es gibt viel Resonanz auf mein Training. Diejenigen, die ich zu Trainern ausgebildet habe, bekommen oft dieselbe Resonanz. Wenn wir uns fragen: Wie werden die Menschen in einem bestimmten Teil der Erde auf unser Training reagieren? - dann scheint es ausschlaggebend zu sein, in welchem Maße an dem jeweiligen Ort ein kulturell geprägtes Christentum bereits existiert.

Im allgemeinen ist es meine Erfahrung, dass in Gebieten, wo das Christentum stark vom sogenannten westlichen Denken beeinflusst ist, eine Haltung des „wir wissen schon alles“, „haben alles studiert“ und „es gibt nichts mehr, was du uns beibringen könntest“ vorherrschend ist. Diese Leiter/Gläubigen, deren Leben sehr stark von Wissen geprägt ist, bewerten alles anhand dessen, was und wieviel sie schon wissen und anhand der Diplome, die sie an den Wänden hängen haben. Für gewöhnlich haben sie noch keine geistliche Verzweiflung kennen gelernt und sind nicht dahin gelangt, Gott zu kennen, anstatt Dinge über Ihn zu kennen. Für sie ist Gott wie ein Buch, das man studiert, nicht der Schöpfer, der uns in eine Beziehung mit sich ruft. Doch Gott hat Eines klar gemacht: Wenn wir in eine Beziehung zu Ihm treten wollen, dann müssen wir Ihm in allen Dingen gehorchen (Meine anderen Internet Einträge handeln von diesem Thema).

Wenn wir an die Bibel in einer Art akademischer Anstrengung herangehen, können wir die Hauptsache verpassen, nämlich Gott selbst kennen zu lernen. Gehen wir an die Bibel aber als Liebesbrief heran, der die tiefsten Leidenschaften Gottes über uns offenbart, verschlingen wir diese Briefe immer wieder (so wie wir das mit dem Brief unseres Geliebten tun würden), um zumindest ein wenig mehr Leidenschaft in diese Beziehung hineinzubringen. Dann bekommt unser Bibelstudium eine neue Bedeutung und ist auch wesentlich interessanter. Der Inhalt unseres Trainings ist nicht das Problem, wenn Studenten anfangen sich zu langweilen oder das Interesse verlieren. Nicht einmal eine schwache Präsentation des Materials ist das Problem. Wenn Leute Probleme mit unserem Training haben, dann ist es immer ein geistliches Problem. Tatsächlich betrachte ich diese Situationen für gewöhnlich aus einer Perspektive geistlicher Kampfführung.

Die meisten Menschen denken, wenn sie von geistlicher Kampfführung hören, an Dämonenaustreibungen, Krankenheilungen oder Totenauferweckungen. Doch Satan ist viel schlauer als das. Er ist subtil. Er bringt uns dahin, Gott zu studieren, anstatt Ihn zu lieben. Er bringt uns dahin, die Präsentation anzuschauen, anstatt die Verlorenen zu sehen. Er bringt uns dahin, Einzelne für den Herrn zu gewinnen, wenn wir denn schon Verlorene gewinnen müssen, anstatt ganze Familien, Gesellschaften und Nationen zu gewinnen. Er bringt uns dahin, dass wir kritisch den jeweiligen Stil der anderen Christen beäugen, anstatt Satan als den sehen, der er ist, was er tut und wie er die Menschheit zerstört.

Wenn es nicht interessant ist, Gott zu gehorchen, unserer Liebe zu Gott Taten folgen zu lassen und andere Menschen zu Gott zu ziehen, dann liegt das Problem auf unserer Seite und nicht auf Seiten dessen, der versucht, in uns ein tieferes Verständnis für diese Dinge zu wecken. Ich mache mir keinen Kopf über die Leute, die aus unserem Training ausscheiden. Es sind einfach die falschen Leute dafür. Umso mehr sie kritisieren und sich nicht engagieren, die Verlorenen zu gewinnen, und zwar so, dass diese Neugläubigen Menschen werden, die wiederum Jünger machen, und diese Jünger wiederum Gemeinden gründen, umso mehr erkenne ich dahinter den geistlichen Kampf, in dem wir uns befinden. Ich merke mir die Namen dieser Leute und ich gehe ihnen aus dem Weg. Diejenigen, die nicht zuhören und nicht binnen 48 Stunden die Informationen, die sie erhalten haben, in die Tat umsetzen, waren für gewöhnlich sowieso nicht die Leute, mit denen ich arbeiten sollte. Es gibt einige Ausnahmen, aber nicht viele.

Was meine Partner und ich tun, ist nichts Akademisches. Es geht uns nicht um ein Seminar und darum, wie wir Menschen dazu bekommen, sich an dem Seminar zu beteiligen. Es geht uns nicht um den Prozess der Gemeindegründung an sich, der den Seminaren folgen soll. Es geht uns nicht darum, als erfolgreich dazustehen, indem wir die Leute zählen, die derselben Meinung sind wie wir und die unsere Seminare und andere Trainingseinheiten besuchen.

Was wir tun, handelt davon, wie man Gott gehorchen kann, indem man die verlorenen Schafe Gottes findet, erreicht, errettet und ihnen dient. Es geht darum so zu sein wie Christus. Es geht darum, dass die Menge solange nachfolgen wird, solange es ihnen in den Ohren juckt, aber wenn das Kreuz hinzukommt, werden fast alle abfallen.

Erfolg lässt sich nicht daran messen, wie viele Menschen unsere Seminare besuchen. Misserfolg nicht dadurch, wie viele unsere Seminare abbrechen. Erfolg oder Misserfolg misst sich einzig und allein an der Frucht, die diejenigen hervorbringen, die gewillt sind, dem Wort zu gehorchen. Die Seminare, das Training und die Kurse handeln von Gehorsam. Wollen Menschen sich hierauf nicht einlassen, dann ist es gut, wenn sie gehen oder gleich gar nicht erst kommen.

Die Einladung an jene, die lernen wollen wie man Gemeindegründungsinitiativen leitet, ergeht an diejenigen, die gehorchen wollen. Allen anderen sage ich: Bitte bleibt zu Hause, schaut ein bisschen fern, und verschwendet eure eigene Zeit.